• Die neue CityBahn wird das Herzstück der emissionsfreien Mobilität zwischen Mainz, Wiesbaden, Taunusstein und Bad Schwalbach. Als wichtigsten Baustein für die Verkehrswende in der Region planen ESWE Verkehr und MVG ein neues Schienenkonzept. Die moderne Straßenbahn soll ab 2022 bis zu 100.000 Fahrgäste transportieren und wesentlich dazu beitragen, die hohen Schadstoff- und Lärmbelastungen zu verringern und die Lebensqualität in der Region zu sichern.

    • Die PTV Transport Consult unterstützt Sie dabei, den Nahverkehr in Ihrer Region weiterzuentwickeln. Sie liefert fachlichen Input, ob neue Konzepte betrieblich, verkehrlich, wirtschaftlich und klimapolitisch sinnvoll sind.

      Nahverkehr zukunftsfähig ausbauen 

Projektbeschreibung

  • Die ESWE Verkehr GmbH (ESWE), die Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) und der Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH (RMV) verfolgen gemeinsam das Projekt CityBahn Wiesbaden. Ziel ist es, in Wiesbaden aufkommensstarke Korridore zu bedienen und mit der Wiesbadener Innenstadt, der Hochschule Rhein-Main und dem Hauptbahnhof zu verbinden. Über die Stadtgrenzen hinaus soll die CityBahn die beiden Landeshauptstädte Wiesbaden und Mainz miteinander verknüpfen und die Regionen auf rheinland-pfälzischer und auf hessischer Seite anbinden. Die Planungsexperten der PTV Transport Consult analysierten verschiedene Varianten für die Trassenführung und lieferten die Grundlagen für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit und der Förderwürdigkeit

  • Ausgangslage
    • Das bestehende Busnetz hat trotz zahlreicher kapazitätserhöhender Maßnahmen die Grenze seiner Leistungsfähigkeit erreicht. Gleichzeitig steigen die Fahrgastzahlen kontinuierlich. Ein weiteres Wachstum wird über das bestehende Verkehrssystem allein nicht möglich sein, darum soll in Wiesbaden ein neues Schienenverkehrssystem eingeführt werden.

  • Analyse von Trassenvarianten
    • Es wurde eine intensive Analyse von Trassenvarianten für die neue CityBahn durchgeführt und verkehrlich bewertet:

      • Als erste Durchmesserlinie wurde innerhalb von Machbarkeitsuntersuchungen und Variantenbetrachtungen eine innerstädtische Streckenführung (über Klarenthal/Kohlheck, die Dotzheimer Straße, die Rheinstraße, den Hauptbahnhof, die Biebricher Allee und entlang des Rheinufers bis Mainz-Kastel) als Vorzugslösung festgelegt. Varianten für den Anschluss zur Aartalbahn wurden untersucht und verkehrlich bewertet.
      • Auf hessischer Seite ist die Verbindung zur Aartalbahn und eine Reaktivierung der Strecke bis in die Kreisstadt des Rheingau-Taunus-Kreises Bad Schwalbach vorgesehen.
      • Auf Mainzer Seite ist eine neue innerstädtische Straßenbahnverbindung von der Theodor-Heuss-Brücke bis zum Hauptbahnhof Mainz Projektbestandteil. Zudem ist eine vollständige Integration in das bestehende Mainzer Straßenbahnnetz vorgesehen.
  • Begleitende Öffentlichkeitsarbeit
    • Die Trassenplanungen und Variantenbetrachtungen wurden in Öffentlichkeitsveranstaltungen vorgestellt und diskutiert. Zahlreiche Anregungen konnten so in die weiteren technischen Planungen aufgenommen werden. Die PTV begleitet den Prozess der Trassenfindung mit verkehrlichen Bewertungen und Nutzen-Kosten-Betrachtungen und unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit kontinuierlich mit fachlichem Input.

  • Standardisierte Bewertung
    • Bereits 2017 erhielt PTV den Auftrag für eine Standardisierte Bewertung zur Einbindung der potenziellen Zuwendungsgeber von Bund und Land. Dabei wurden die Weiterentwicklungen der technischen Planungen kontinuierlich aufgenommen und bewertet. Es wurden zudem Infrastruktur- und Betriebskosten und der jeweils erzielbare verkehrliche Nutzen ermittelt. Damit liegen die Grundlagen zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit und einer möglichen Förderwürdigkeit (nach GVFG) immer zeitnah vor.

  • Ergebnisse: 100.000 Fahrgäste am Tag
    • Derzeit zeichnet sich eine positive gesamtwirtschaftliche Beurteilung des Projektes ab. Die aktuellen Prognoserechnungen gehen von einem Gewinn von rund 20.000 neuen Fahrgästen für den ÖPNV aus. Insgesamt wird die CityBahn annähernd 100.000 Fahrgäste am Tag bedienen. Die CityBahn wird damit nicht nur für zahlreiche Fahrgäste ein attraktives und vergleichsweise schnelles Verkehrsmittel, sie leistet vor allem auch einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Leistungsfähigkeit des gesamten ÖPNV-Systems.

      Die aktuellen Untersuchungen zeigen, dass die CityBahn betrieblich, verkehrlich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Darüber hinaus ist sie klimapolitisch relevant. Zahlreiche heutige Pkw-Fahrer*innen lassen ihr Auto stehen und benutzen stattdessen die CityBahn. So können gemäß aktueller Prognose rund 36 Mio. Pkw-km pro Jahr eingespart werden, was zu einer Vermeidung von ca. 4.500 t CO2 im Jahr führt.

      Die Modellrechnungen werden in einem bei PTV vorliegenden städte- und regionsübergreifendem Verkehrsmodell durchgeführt. Die Umlegungsrechnungen liefern dabei einen wichtigen Beitrag zur Festlegung der Linien- und Angebotskonzepte für die CityBahn und das auf die CityBahn abgestimmte Busnetz sowie zur Dimensionierung der einzelnen Verkehrsangebote.

       

       

       

       

       

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