• Für den Neubau der A 26 bei Hamburg galt es mittels einer Risikoanalyse zu erarbeiten, wie eine Hochspannungsleitung so verlegt werden kann, damit deren Streckenführung künftig sicher und in ausreichend Abstand zu einer nahen gelegenen Raffinerie erfolgt. 

  • Die PTV Transport Consult bietet von der Risikoanalyse bis hin zu Sicherheits- und Betriebskonzepten die richtigen Werkzeuge, damit die Sicherheit von Infrastruktureinrichtungen gewährleistet werden kann.

    Infrastruktur sicher gestalten

Projektbeschreibung

  • Im Rahmen des Neubaus der A 26 bei Hamburg muss die Hochspannungsleitung Hamburg Süd-Moorburg verlegt werden und reicht damit bis 60 Meter an eine Raffinerie heran. Um ein mögliches Gefahrenpotential richtig einzuschätzen, hat die PTV Transport Consult hierzu im Auftrag der DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) eine umfangreiche Risikoanalyse durchgeführt. (Foto: DEGES).

  • Die Ausgangssituation
    • Die neue Autobahn A 26 von Stade nach Hamburg soll nicht nur eine leistungsfähige West-Ost-Straßenverbindung herstellen, sondern auch zu einer besseren Erreichbarkeit des Hamburger Hafens führen. Die erste Teilstrecke zwischen Stade und Horneburg wurde 2008 in Betrieb genommen. Für den Abschnitt rund um Hamburg steht seit November 2018 der Planfeststellungsbeschluss.  

  • Die Herausforderung
    • Im Abschnitt zwischen dem zukünftigen Autobahnkreuz HH-Hafen und der Elbquerung kreuzt die A 26 zweimal die bestehende 380/110-kV Hochspannungsleitung Hamburg Süd – Moorburg. Außerdem befindet sich in Fahrtrichtung West, in der Auffahrt der Anschlussstelle HH-Moorburg ein Mast der Freileitung.

      Da die A 26 in diesem Bereich in Dammlage geführt wird, ist aufgrund zu geringer Fahrbahnabstände eine Unterfahrung der Freileitung nicht möglich. Die Freileitung wird daher verlegt und parallel zur Trasse der A 26 bis zum Kraftwerk Moorburg geführt. Dadurch entfallen die Konfliktpunkte der A 26 Trasse mit den kreuzenden Leitungen und dem Maststandort in der Anschlussstellenzufahrt.

      Durch die Verlegung reicht die Hochspannungsleitung allerdings bis auf circa 60 Meter an die Anlagen der Holborn Europa Raffinerie GmbH (HER) heran. Im Fall von Bränden an den Raffinerieanlagen besteht die Gefahr, dass sich infolge von Wärme- und Raucheinwirkungen die Standsicherheit von Masten bzw. der Tragfähigkeit der Freileitung gefährdet ist. Es ist daher zu klären, welche Risiken hierbei bestehen und ob sicherheitserhöhende Maßnahmen zu deren Begrenzung erforderlich werden.

  • Analysen zur Entscheidungsgrundlage
    • Die PTV-Experten haben hierzu im Auftrag der DEGES umfangreiche Strömungssimulationen per CFD-Berechnungen durchgeführt. Diese dienen dazu, die Einwirkungen auf die Freileitungstrasse zu ermitteln und die daraus resultierenden Gefährdungen mittels quantitativen Risikoanalysen zu beurteilen. Folgende Einflüsse wurden hierbei berücksichtigt:

      • Topographie und geometrische Verhältnisse
      • Meteorologie (Windstärke, Windrichtung)
      • Bewuchs (Bäume)
      • Bebauung (Lagertanks, Mauern)
      • Freisetzung von brennbaren Flüssigkeiten (Lachenbildung)
      • Unterschiedliche Freisetzungsorte
      • Konstruktion und Materialeigenschaften von Masten und Seile
  • Sie haben Fragen?

    Wir helfen Ihnen gerne weiter – am Telefon, per Mail oder persönlich.

    Kontakt