Welches Ziel verfolgt Deutschland beim Klimaschutz?

  • In Deutschland trägt die Mobilität der Menschen mit etwa 20 Prozent zu den schädlichen CO2-Emissionen bei. Daher steht das Verkehrswesen bei Debatten zum Thema Klima- und Umweltschutz stark im Fokus. In naher Zukunft möchte der Bund die Emissionen um 40 bis 42 Prozent senken. Ein ehrgeiziges Ziel. Das entspricht CO2-Einsparungen von knapp 70 Millionen Tonnen! Das entspricht in etwa dem Gewicht aller Autos auf Deutschlands Straßen. 

    Noch langfristiger wird auf europäischer Ebene geplant. Bis 2050 sollen die Treibhausgasemissionen um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. Das macht deutlich: Es ist noch ein weiter Weg.

Verkehr vermeiden, verlagern, verbessern heißt die Devise

Best Case für nachhaltige Mobilität: Verkehr vermeiden

  • Um die angestrebten Ziele beim Klimaschutz zu erreichen, stehen der Politik verschiedene Instrumente zur Verfügung. Ein Grundbaustein ist die Förderung nachhaltiger Mobilitätsformen. So kann der Bund beispielsweise auf Bundesebene Effizienzstandards für Autos und Lkws festlegen, Tempolimits auf Autobahnen einführen oder Mautgebühren auf gefahrene Kilometer erheben. Geht es allerdings darum, die Umwelt zu stärken und nachhaltige Mobilität im Alltag zu fördern, sind Städte und Kommunen gefragt. Doch welche Maßnahmen sind vielversprechend und führen zum gewünschten Erfolg?

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Mobilität verlagern

  • Wo sich Verkehr nicht vermeiden lässt, gilt es, ihn auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel umzuschichten: beispielsweise auf Elektroautos oder auf Fahrzeuge aus einem Carsharing-Verbund. Insgesamt legen Menschen in Deutschland täglich 3,2 Milliarden Personenkilometer zurück. Das entspricht 39 Kilometer pro Mensch. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Mobilität in Deutschland 2017“ (MiD). Damit erreicht die Verkehrsnachfrage einen neuen Höchststand, welcher in Deutschland zu drei Viertel auf das Auto entfällt. Das Auto bleibt nach wie vor dominierendes Verkehrsmittel, könnte perspektivisch aber an Bedeutung verlieren: Während die ältere Bevölkerung das Auto intensiv nutzt, steigen die Jüngeren um. Sie kombinieren zunehmend verschiedene Verkehrsmittel oder nutzen das Carsharing, um ihre Wege zurückzulegen. Wie lässt sich darauf aufbauen?

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  • „Unser gemeinsames Ziel ist es, die nachhaltige Mobilität für Kurzstrecken zu stärken“, sagt Christine Fuchs, Vorstand der AGFS (Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in NRW). Laut „Mobilität in Deutschland 2017“ (MiD) sind 43 Prozent der Fahrten, die mit dem Auto unternommen werden, kürzer als fünf Kilometer. Jede fünfte Fahrt mit dem Auto kommt nicht einmal auf zwei Kilometer Streckenlänge. Wenn Menschen diese kurzen Strecken zunehmend zu Fuß, mit dem Rad oder Kickboards zurücklegen und auf das Auto verzichten, sieht die AGFS ihr Ziel erreicht. Lesen Sie jetzt im White Paper zu nachhaltiger Mobilität, wie dies gelingen kann. Zum Downloadbereich

  • Mobilität und Verkehr verbessern

    Verkehr, der sich weder vermeiden noch verlagern lässt, sollte verbessert werden. So können intelligente Verkehrssysteme die Effizienz des Verkehrsnetzes steigern und den Verkehrsfluss optimieren. Darüber hinaus bedarf es der Entwicklung emissionsarmer und energiesparender Fahrzeuge sowie dem Einsatz alternativer Treibstoffe und Antriebe. Geht es nach der Vorstellung des Bundes, sind 2020 bereits eine Million Elektroautos zugelassen. Ein Wunsch, der in diesem kurzen Zeitraum nicht Realität werden wird. Die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) schätzt, dass bei gleichbleibender Marktdynamik diese Marke frühestens im Jahr 2022 erreichbar ist. Laut den Meinungsforschern von Civey können sich 49 Prozent der Deutschen perspektivisch vorstellen, ein Elektroauto anzuschaffen. Was hält die Deutschen davon ab, auf Elektroautos umzusteigen?

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