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Mobilität bei
Veranstaltungen
richtig planen

Großveranstaltungen stellen besondere Anforderungen an Verkehrsnetze, den öffentlichen Verkehr, die Fußgängerinfrastruktur und die Umgebung. Dabei müssen die bestehenden Verkehrssysteme kurzfristig eine hohe Verkehrsnachfrage bewältigen. Eine koordinierte, multimodale Planung ist hier essenziell.

Dieser Leitfaden zeigt die wichtigsten Grundlagen der Mobilitätsplanung für Großveranstaltungen – von zentralen Herausforderungen und der Entwicklung geeigneter Verkehrskonzepte bis zum Einsatz von Prognosen und Echtzeit-Verkehrsdaten für fundierte Entscheidungen vor, während und nach einer Veranstaltung.

Was umfasst Mobilitätsplanung für Großveranstaltungen?

Mobilitätsplanung für Großveranstaltungen bereitet Verkehrssysteme auf die besondere Verkehrsnachfrage vor, die durch ein Event entsteht. Sie berücksichtigt den Straßenverkehr ebenso wie den öffentlichen Verkehr, Fußgängerströme, Parkmöglichkeiten, temporäre Verkehrsmaßnahmen, die Erreichbarkeit für Rettungs- und Einsatzkräfte sowie die Besucherführung. Ziel ist es, eine sichere und effiziente Anreise, Mobilität vor Ort und Abreise zu gewährleisten. Gleichzeitig kann eine durchdachte Mobilitätsplanung die Erreichbarkeit verbessern, nachhaltige Verkehrsmittel fördern und die verkehrsbedingten Umweltauswirkungen einer Veranstaltung reduzieren.

In die Planung sind in der Regel verschiedene Stellen und Organisationen eingebunden, darunter Kommunen und Verkehrsbehörden, Verkehrsunternehmen, Betreiber von Veranstaltungsstätten, Planungs- und Ingenieurbüros, Rettungs- und Einsatzkräfte sowie Veranstalter. Rollen und Verantwortlichkeiten unterscheiden sich je nach Land und Projekt. Entscheidend ist jedoch, die verschiedenen Planungsbereiche und Verantwortlichkeiten über alle Phasen der Veranstaltung hinweg aufeinander abzustimmen.

Diesen integrierten Ansatz nennen wir Event Mobility Intelligence: Er verbindet Planung, Prognose, den operativen Betrieb und die kontinuierliche Verbesserung zu einem durchgängigen Prozess.

Herausforderungen bei der Mobilitätsplanung für Veranstaltungen

Die Mobilitätsplanung für eine Großveranstaltung erfordert wichtige Entscheidungen lange bevor die ersten Besucher eintreffen. Viele davon basieren auf Prognosen, Erfahrungswerten und Annahmen, denn wie sich die Verkehrssituation tatsächlich entwickelt, zeigt sich oft erst während der Veranstaltung.

Jede Veranstaltung bringt andere Rahmenbedingungen mit sich. Die zentralen Herausforderungen der Mobilitätsplanung sind jedoch häufig ähnlich. Folgende Faktoren spielen bei nahezu jeder Großveranstaltung eine wichtige Rolle:

 

1. Planung unter Unsicherheit

Mobilitätskonzepte entstehen lange bevor die tatsächlichen Bedingungen am Veranstaltungstag bekannt sind. Selbst wenn die erwartete Besucherzahl durch den Ticketverkauf feststeht, bleiben Anreisezeiten, Verkehrsmittelwahl und Wetterbedingungen mit Unsicherheiten verbunden. Die Planung stützt sich daher auf Prognosen, Erfahrungswerte und Annahmen.


 

Aus der Praxis: Auch kleine Veränderungen können Fußgängerströme beeinflussen. Nach starkem Regen ändern Menschen beispielsweise ihre Wege, um Pfützen zu umgehen. Dadurch können andere Laufwege und Personendichten entstehen als ursprünglich erwartet.


2. Wechselwirkungen im Verkehrssystem

Straßenverkehr, öffentlicher Verkehr, Fußverkehr, Parken und temporäre Verkehrsmaßnahmen beeinflussen sich gegenseitig. Entscheidungen in einem Bereich können sich dadurch auch auf andere Bereiche des Verkehrsnetzes auswirken.
 

Aus der Praxis: Bei den Eröffnungskonzerten im Rogers Stadium in Toronto 2025 führten lange Warteschlangen von Fußgängern und Engpässe an Verkehrsknoten zu großen Verspätungen der Besucher. Damit wurde sichtbar, wie eng die Erreichbarkeit des Veranstaltungsortes, der IV, der ÖV und Fußgängerströme zusammenhängen.


3. Unterschiedliche Ziele in Einklang bringen

Die Mobilitätsplanung für Veranstaltungen muss Verkehrsfluss, Leistungsfähigkeit des öffentlichen Nahverkehrs, Barrierefreiheit, Sicherheit und betriebliche Effizienz in Einklang bringen. Die Optimierung eines Ziels erfordert oft Kompromisse bei einem anderen.

4. Abstimmung zwischen den Beteiligten

Städte, Verkehrsbehörden, Verkehrsunternehmen, Betreiber von Veranstaltungsstätten, Veranstalter, Planungsbüros und Rettungs- und Einsatzkräfte sind in die Mobilitätsplanung eingebunden. Entscheidend für eine erfolgreiche Planung sind abgestimmte Entscheidungen und ein gemeinsames Verständnis des gesamten Verkehrssystems.

5. Begrenzte Möglichkeiten zum Testen

Bei Großveranstaltungen gibt es kaum Möglichkeiten, Mobilitätskonzepte unter realen Bedingungen zu testen. Umso wichtiger ist es, Konzepte, Betriebsabläufe und mögliche Szenarien bereits vor der Veranstaltung zu prüfen.

Event Mobility Intelligence: Von der Planung zur kontinuierlichen Verbesserung

Event Mobility Intelligence verbindet Planung, Prognose, operativen Betrieb und kontinuierliche Verbesserung zu einem durchgängigen Entscheidungsprozess für Großveranstaltungen. Der Ansatz verknüpft strategische Verkehrsplanung, detaillierte Simulationen und Echtzeit-Verkehrsdaten, statt diese Bereiche getrennt zu betrachten. Erkenntnisse aus dem laufenden Betrieb fließen anschließend zurück in die Planung und helfen, Modelle, Annahmen und Mobilitätsstrategien für zukünftige Veranstaltungen weiterzuentwickeln.

 

  1. PLANEN - Verkehrsnachfrage im gesamten Netz verstehen.
  2. PRÜFEN - Mobilitätskonzepte mit multimodalen Simulationen bewerten.
  3. STEUERN - Verkehr mit Echtzeitdaten beobachten und steuern.
  4. OPTIMIEREN - Reale Verkehrsdaten nutzen, um zukünftige Modelle und Planungen zu optimieren.

Checkliste für die Mobilitätsplanung bei Veranstaltungen

Prüfen Sie mit unserer Checkliste, wie gut Ihre Planung aufgestellt ist und wo noch Handlungsbedarf besteht.

 

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Planungsprozess für Großveranstaltungen

Eine erfolgreiche Mobilitätsplanung für Veranstaltungen ist keine einmalige Aufgabe, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der Planung, Prognose, operativen Betrieb und die Auswertung nach der Veranstaltung miteinander verbindet. Event Mobility Intelligence gliedert diesen Prozess in vier aufeinander abgestimmte Phasen:

 

Schritt 1: PLANEN - Nachfrage verstehen und Mobilitätsstrategie entwickeln

Am Anfang steht die Frage, woher die Besucher kommen, wann sie an- und abreisen und welche Verkehrsmittel sie voraussichtlich nutzen. Die Betrachtung des gesamten Verkehrsnetzes hilft dabei einzuschätzen, wie sich die zusätzliche Nachfrage auf den bestehenden Straßenverkehr und den öffentlichen Verkehr auswirkt.

Auf dieser Grundlage lassen sich Mobilitätskonzepte für die An- und Abreise, den öffentlichen Verkehr, Parkmöglichkeiten und Park & Ride, Shuttle-Verkehre, die Fußgängerführung sowie temporäre Verkehrsmaßnahmen entwickeln.

Typische Aktivitäten:

  • Verkehrsnachfrage- und Quell-Ziel-Analysen
  • Verkehrsmittelwahl und multimodale Mobilitätsplanung
  • Planung von öffentlichem Verkehr, Shuttle-Verkehren und Park & Ride
  • Planung von Erreichbarkeit, Ingress und Egress
  • Planung der Fußgängerführung
  • Temporäre Verkehrsmaßnahmen

Verkehrsnachfrage verstehen, Szenarien vergleichen, Mobilitätsstrategien optimieren: PTV Visum unterstützt die strategische Planung für das gesamte Verkehrsnetz.
 

PTV Visum kennenlernen

Schritt 2: PRÜFEN - Mobilitätskonzepte vor der Veranstaltung bewerten

Mit detaillierten multimodalen Simulationen lässt sich prüfen, wie sich Mobilitätskonzepte unter unterschiedlichen Verkehrs- und Betriebsbedingungen bewähren.

Verkehrs- und Fußgängersimulationen machen Engpässe, Rückstaus und mögliche Konflikte zwischen Fahrzeugen, öffentlichem Verkehr und Fußgängern sichtbar. So lassen sich verschiedene Szenarien vergleichen, bevor Maßnahmen umgesetzt werden.

Typische Aktivitäten:

  • Simulation von Individualverkehr und öffentlichem Verkehr
  • Fußgängersimulation
  • Analyse von Rückstaulängen, Wartezeiten und Knotenpunktleistungsfähigkeit
  • Analyse von Ingress, Egress und Evakuierung
  • Szenario- und Störfalltests
  • Bewertung temporärer Verkehrsmaßnahmen

Engpässe erkennen, Szenarien vergleichen, Mobilitätskonzepte absichern: Simulieren Sie Individualverkehr, öffentlichen Verkehr und Fußgängerströme mit PTV Vissim und PTV Viswalk.

 

PTV Vissim und PTV Viswalk kennenlernen

Schritt 3: STEUERN – Verkehr mit Echtzeitdaten beobachten und steuern

Während der Veranstaltung liefern Echtzeit-Verkehrsdaten ein aktuelles Bild der Verkehrslage im gesamten Netz und zeigen, wo Handlungsbedarf entsteht.

Live-Daten und Kurzfristprognosen helfen, Staus, Störungen und Abweichungen von der Planung frühzeitig zu erkennen. So können die verantwortlichen Teams schnell reagieren und Verkehrsmaßnahmen an die aktuelle Situation anpassen.

Typische Aktivitäten:

  • Echtzeit-Verkehrsüberwachung und kurzfristige Prognosen
  • Störfallerkennung und Störfallmanagement
  • Dynamische Verkehrssteuerung
  • Umsetzung von Ausweich- und Umleitungsmaßnahmen

Während einer Veranstaltung kann sich die Verkehrslage schnell ändern. Mit PTV Flows überwachen Sie den Verkehr in Echtzeit, erkennen drohende Engpässe frühzeitig und können gezielt reagieren.

 

PTV Flows für Echtzeit-Verkehrsmanagement kennenlernen

Schritt 4: VERBESSERN - Reale Verkehrsdaten nutzen, um zukünftige Planungen zu optimieren.

Jede Veranstaltung liefert wertvolle Daten darüber, wie sich Verkehr und Mobilität tatsächlich entwickelt haben. Der Vergleich mit den ursprünglichen Prognosen zeigt, welche Annahmen zutrafen und wo Modelle, Planungen oder Verkehrsstrategien angepasst werden sollten.

Diese Erkenntnisse fließen in die zukünftige Planung ein. Insbesondere bei wiederkehrenden Veranstaltungen lassen sich so Nachfrageprognosen, Modelle, Ausweichstrategien und Betriebsabläufe gezielt verbessern.

Typische Aktivitäten:

  • Leistungs- und KPI-Bewertung nach der Veranstaltung
  • Vergleich von prognostizierten und beobachteten Bedingungen
  • Überprüfung der Annahmen zu Nachfrage und Verkehrsmittelwahl
  • Verfeinerung von Modellen und Planungsannahmen
  • Erfahrungswerte und Strategieanpassung
  • Planung für zukünftige oder wiederkehrende Veranstaltungen

Was lief wie geplant - und wo gibt es Verbesserungspotenzial? PTV Experten unterstützen Sie dabei, reale Verkehrsdaten auszuwerten und die Erkenntnisse für zukünftige Modelle und Mobilitätsstrategien zu nutzen.

 

Event-Mobilität mit PTV Experten weiterentwickeln

Mobilitätsplanung für unterschiedliche Veranstaltungstypen

Je nach Art und Umfeld einer Veranstaltung unterscheiden sich die Anforderungen an die Mobilität. Die folgenden Beispiele zeigen typische Planungsschwerpunkte.

Stadien & Arenen

Große Besucherströme bei An- und Abreise bewältigen, öffentlichen Verkehr, Parkplätze sowie Bring- und Holverkehr koordinieren und sichere Fußgängerströme und Egress gewährleisten.

Konzerte & Festivals

Temporäre Verkehrsinfrastruktur, Shuttle-Verkehre, Park & Ride sowie Bring- und Holverkehr planen und Besucherströme unter wechselnden Wetter- und Standortbedingungen sicher führen.

Stadtweite Veranstaltungen

Straßensperrungen, Umleitungen und den öffentlichen Verkehr koordinieren und gleichzeitig die Mobilität für Anwohner, Unternehmen sowie Rettungs- und Einsatzkräfte aufrechterhalten.

Messe- & Kongresszentren

Wiederkehrende Nachfragespitzen, multimodale Erreichbarkeit, Parkraumbedarf und Logistikverkehre berücksichtigen und einen reibungslosen Verkehrsfluss im Umfeld sicherstellen.

Flughäfen & Verkehrsknotenpunkte

Passagierströme, öffentliche Verkehrsmittel, Taxi- sowie Bring- und Holverkehr koordinieren und auch bei außergewöhnlich hoher Nachfrage einen zuverlässigen Verkehrsablauf gewährleisten.

Internationale Sportgroßveranstaltungen

Mobilität über mehrere Veranstaltungsorte und Verkehrssysteme hinweg koordinieren und wiederkehrende Nachfragespitzen sowie wechselnde Bedingungen über die gesamte Veranstaltungsdauer berücksichtigen.

So unterstützt PTV die Mobilitätsplanung für Veranstaltungen

Organisationen verfügen über unterschiedliche Ressourcen, technische Kompetenzen und Planungskapazitäten. Einige setzen auf eigene Fachabteilungen, andere benötigen externe Unterstützung für einzelne Aufgaben oder das gesamte Projekt.

PTV bietet beides: Software für die eigenständige Planung und Analyse sowie Professional Services für individuelle Unterstützung - oder eine Kombination aus beiden.

PTV-Software nutzen

PTV Software unterstützt die Planung, Simulation und Echtzeit-Verkehrssteuerung bei Großveranstaltungen.

  • PTV Visum für Verkehrsnachfrageanalyse und multimodale Verkehrsplanung

  • PTV Vissim für multimodale Verkehrssimulation und Szenarioanalysen

  • PTV Viswalk für Fußgängersimulation, Ingress, Egress und Evakuierung

  • PTV Flows für Echtzeit-Verkehrsüberwachung und Kurzfristprognosen

Unterstützung durch PTV Experten

PTV Experten unterstützen Sie bei einzelnen Planungsaufgaben oder begleiten den gesamten Prozess der Mobilitätsplanung für Ihre Veranstaltung. Zu den typischen Leistungen gehören:

  • Verkehrsnachfrage- und Erreichbarkeitsanalysen
  • Entwicklung multimodaler Mobilitätskonzepte
  • Verkehrs- und Fußgängersimulation
  • Szenario- und Störfallanalysen
  • Planung von Erreichbarkeit, Parken und Shuttle-Verkehren
  • Vorbereitung des operativen Verkehrsmanagements
  • Auswertung nach der Veranstaltung
     

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Software und PTV Expertise kombinieren

PTV Software und Beratung lassen sich flexibel kombinieren. Unsere Experten entwickeln und validieren Modelle, unterstützen bei konkreten Veranstaltungen und befähigen interne Teams, Modelle und Methoden anschließend selbst weiterzuführen.
 

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Ob Sie bereits vor konkreten Herausforderungen stehen oder prüfen möchten, wie Sie Mobilität rund um Ihre Veranstaltung besser planen und steuern können - unsere Experten unterstützen Sie dabei.

Sprechen Sie mit uns über Ihre Veranstaltung und Ihre Anforderungen. Gemeinsam finden wir den passenden Ansatz - von Planung und Simulation über Echtzeit-Verkehrsdaten bis zur Unterstützung Ihres eigenen Teams.

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